Donnerstag, 23. Mai 2013

Propagandhi.

20120224

Und natürlich ebenso genial wie wahr:
20120206


Montag, 8. April 2013

Kodderschnauze schlägt zurück (Gestern waren wir auch schon alt).

Oh mein Gott, wie die Zeit vergeht.
Der Rücken schlägt Alarm, kaum dass ich mal zwei Stunden auf dem Sofa geschlafen habe und die Zähne machen auch mehr Sorgen als Spaß. Aber gestern war ich auch schon alt. Nein, es geht ja eigentlich nicht um Rumgejammer.
Als ich damals knapp auf die 30 zuging, wurde jeder Geburtstag beschissener. "Trau keinem über dreißig" und der Sommer war auch schon irgendwann einmal wärmer. Irgendwann war ich dann 30 und es war mir egal. Mittlerweile bin ich 31 und ich habe es nicht einmal gemerkt.1

Wenn man so durch dieses Jahrzehnt schlendert und sich im Kreise Gleichaltriger umschaut, fragt man sich ganz offen: Wer zum Henker war der erste dieser Generation, der den Karren vor die Wand gefahren hat? Waren wir das alle gleichzeitig?
Die wenigsten von uns sind verheiratet, ein kaum beachtlicher Teil mehr hat Kinder. Wir haben Jobs, ja, okay, und wir sind mit diesen Jobs so glücklich, wie man mit einem Job nur sein kann - also von gar nicht bis geht so. Wir haben keine Häuser gebaut und wir haben keine Bäume gepflanzt - lediglich hier und dort mal ein Kind in die Welt gesetzt.
Ich möchte gar nicht konservativ daherkommen. Ich möchte gar nicht den Weg unserer Eltern, die im Gegensatz zu uns in ihren 20ern geheiratet haben und in den meisten Fällen noch zusammenleben, verteidigen. Doch warum schafft es keiner von uns, diesen Weg konsequent fortzusetzen? Wollen wir es nicht oder können wir es nicht? Dürfen wir nicht? Ein paar von uns haben geheiratet, okay, aber die sind wieder geschieden. Hätten sie sich die teure Hochzeit gespart, hätten sie nun keine teure Scheidung gebraucht. War da nicht mal was von wegen "Make Love not Hochzeit"?
Der Zahn der Zeit ist ein Schlingel. Ein Tunichtgut, ein Taugenichts. Er sitzt in einem ungeputzten Mund mit fauligem Atem. Früher hatten wir keine Vergangenheit, lebten im Jetzt und träumten von der Zukunft. Heute haben wir eine Vergangenheit, leben in der Vergangenheit und träumen von der Vergangenheit. Wir stupsen bei Facebook keine Leute an, weil wir es unhöflich finden, anderen in die Seite zu pieken. Wir fotografieren Feldwege und Blumen, nennen das Stilleben und fühlen uns wie Künstler. Damals skandierten wir "No Future!" und jetzt, wo sie doch da ist, wissen wir damit nichts anzufangen. Was soll man nur machen mit diesem angebrochenen Leben? Die Garantie ist längst abgelaufen und die AGBs haben wir damals einfach weggeklickt - das entbindet uns jedoch nicht von der Haftung.

Vor etwas über zehn Jahren sprühte ich mein letztes Graffiti an einen Brückenpfeiler. Mittlerweile wurde übergesprayed (oder gecrossed, wie man so sagt) und würde ich die Strolche erwischen, ich würde ihnen welche mit meiner Krücke überziehen.
1Was ist das nur für ein Trick? Wenn ich nach meinem Alter gefragt werde, antworte ich jedes Mal "30" und meine das auch noch absolut Ernst. Warum kann ich mir mein Alter nicht mehr merken (soll heißen: Es spontan abrufen).


Montag, 3. Dezember 2012

An der Diskussion gescheitert: Schiffbruch am Eisberg.

Eine der schönsten Bands der letzten Jahre in deutschsprachigen Gefilden werden wohl - meines Erachtens - Ton bleiben. Die Band, die immer wieder in Interviews und einleitenden Sätzen von Rezensionen Vergleiche mit den Wohlstandskindern1 ertragen musste, ist Geschichte.
Laut offizieller Homepage (auf der zuvor seit einem dreiviertel Jahr nichts mehr geschah) wurde die Band lediglich in einen "Dornröschenschlaf" versetzt, aber wir wissen ja alle, wie das ist: Da verabreicht man der Prinzessin eine ordentliche Portion Schlafmittel, und bevor man sich versieht, hat man die Alte vergessen und sie vermodert unter dem längst darüber gewachsenen Gras. Irgendwann stolpert irgendeiner darüber, man sucht verzweifelt nach einem Prinzen, der bereit ist, die halbverweste Gestalt wachzuküssen - und das, was dann dabei herauskommt, erinnert bestenfalls an eine Parodie von Friedhof der Kuscheltiere. Schon hundertmal auf dem Markt der Popsensationen gesehen.

Meine Meinung: Ich finde es schade. Das erste Album fand ich toll und das zweite nach einer kurzen Eingewöhnungszeit noch viel besser. Dennoch, einen kleinen Trost gibt es: Bis die Handels- und Vorratskammern vollständig geplündert sind, gibt es ⇒ im bandinternen Shop auf der Homepage 50% auf alles (außer auf...ne, den spar ich mir).


1Kein Wunder was, ist doch der Sänger, Tobias Röger, damals Gründungsmitglied, Songwriter und Sänger der Wohlstandskinder gewesen; eine Band, die eine handvoll toller bis fantastischer Scheiben auf den Markt warf.


Dienstag, 27. November 2012

Keine neue Idee: Ungarn will Juden erfassen lassen.

Bei der neuesten Forderung der stark rechts orientierten ungarischen Jobbik-Partei, drittstärkste Partei des Landes, fällt einem das Lächeln aus dem Gesicht: Die Partei fordert, zukünftig Juden elektronisch erfassen zu lassen. Begründet wird dies laut dem Abgeordneten Márton Gyöngyösi damit, dass Ungaren jüdischer Abstammung ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, vor allem in Hinblick auf den Nahost-Konflikt.

Der Artikel auf Spiegel Online.


Montag, 26. November 2012

Und keine Montagsdemo weit und breit.

Nichts ist bitterer, als mit jemandem von Anfang an, seit dem ersten Kennenlernen vor vielen Jahren, auf einer Welle zu schwimmen und dann - vielleicht aufgrund einer Nichtigkeit, eines Missverständnisses - festzustellen, dass zwischeneinander eine Mauer gewachsen ist, über Nacht, scheinbar unüberwindbar, groß wie ein Monolith.
Groß wie die Berliner Mauer und ein Schießbefehl auf beiden Seiten. Und keine Montagsdemo weit und breit...


Donnerstag, 8. November 2012

Mal ins Blaue gefragt.

Wenn Eva tatsächlich aus Adams Rippe geschnitzt wurde, kann man sie dann guten Gewissens als die allererste Lebensabschnitzgefährtin bezeichnen, oder wäre das Blasphemie?


Hol's Stöckchen, bitte.

Vor Jahren waren sie ja mal hier ganz groß in Mode und auch beteiligte mich durchaus gerne daran; mittlerweile sind sie zur Minderheit verkommen, sie haben eine nicht-dominante Funktion innerhalb der Blogosphäre.
Nichtsdestotrotz, die Langeweile, die mich gerade antreibt, lässt mich einfach eines dieser Stöckchen ausbuddel und offen vor mich hinlegen. Hab ich in irgendeinem Blog gefunden. Und da es ja um eines meiner Lieblingsthemen geht...



Was liest du gerade?
Dead Zone - Das Attentat von Stephen King.


Welches Buch hat dich zuletzt stark beeindruckt?
Schwere Frage. Ich habe in den letzten Jahren viele gute (und fast genausoviele mittelmäßige und wenige schlechte) Bücher gelesen, aber stark beeindruckt? Umgeworfen, aus der Bahn geschmissen? Das ist schon einige Jahre her: Die Stadt der Träumenden Bücher ließ mich nach der letzten Seite, dem letzten Satz mit offenem Mund dasitzen.


Sammelst du irgendetwas?
Da sich dieser Satz sicher auf Bücher bezieht: Nein. Oder doch: Meine gelesenen Bücher. Die verkaufe oder verschenke ich nämlich nicht.


Schreibst du Widmungen in Bücher?
Wenn ich besondere Bücher an besondere Menschen verschenke, manchmal. Aber mein Umfeld ist so unglaublich lesefaul...


Schreibst du deinen Namen in deine Bücher?
Nein, warum sollte ich das tun? Noch nie. Wenn ich wissen will, wie ich heiße, schaue ich auf meinen Personalausweis.


Welches Buch hast du doppelt?
Es von Stephen King.


Von wem würdest du dir gern was vorlesen lassen?
Von Christian Brückner, Synchronstimme von Robert De Niro.


Sitzt du im Kino lieber am Rand oder in der Mitte?
In der Mitte, wo der Blick am besten ist.


Welche ist deine liebste Romanfigur?
Andy Dusfrene.


Nach welchem System ordnest du deine Bücher daheim?
Klassiker - Sachbücher (Politik, Geschichte und Soziologie) - Modernes.


Lesen: Vor dem Ins-Bett-Gehen oder nach dem Aufstehen?
Genau dazwischen. Und im Bus.


Welches Buch würdest du deinem größten Feind schenken?
Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger. Sowas von überbewertet...


Hardcover oder Paperback?
Eigentlich ausschließlich Paperback. Alles andere ist erstens unverhältnismäßig teuer und unhandlich. Und dann der Schutzumschlag, der ironischerweise verletzlicher ist als das Cover selbst...und dann nehmen die Schinken auch noch soviel Platz im Regal weg.


Zeitung aus Papier oder im Netz?
Papier. Definitely.


Von welchem Buch bist du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?"Damals war es Friedrich", Schullektüre der fünften Klasse.


Deine liebste Literaturverfilmung?
Eine durchaus merkwürdige Frage, weil ich behaupten würde, dass 70% der Filme doch auf Bücher beruhen und nur ein kleiner Teil zuerst als Drehbuch geschrieben wurde. Bedeutet das nicht, dass dementsprechend mit größter Wahrscheinlichkeit der eigene Lieblingsfilm zugleich die liebste Literaturverfilmung ist? Sollte sich die Frage aber auf ein gutes Buch beziehen, so würde ich sagen:
"Der Pate" von Mario Puzo, verfilmt von Francis Ford Coppola oder
"Der Name der Rose" von Umberto Eco, verfilmt von Jean-Jaques Annaud.


Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
Hannoversche Allgemeine Zeitung.


Bevorzugte Urlaubslektüre?
Bücher. Keine Ahnung. Das, was auch außerhalb des Urlaubs gelesen wird.


Bester Romantitel ever?
Das kaputte Knie Gottes.


Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
Nicht nur eines, sondern diese vier:
- Die Bibel
- "Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway
- "Die Unendliche Geschichte" von Michael Ende
- "Warten auf Godot" von Samuel Beckett. Wenn das zählt. Ist ja kein Roman, sondern ein Theaterstück.


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Der Wert zerstörter Träume und Leidenschaft.

Wir erinnern uns: Vor anderthalb Jahrzehnten äußerte George Lucas, dass Star Wars ursprünglich als neunteiliges Epos geplant war. Kurz darauf begannen die Dreharbeiten zu den Prequels, zur "neuen Trilogie" oder wie auch immer man sie nennen mag.
Da es dementsprechend mittlerweile sechs Episoden gibt, mag jemand, der des mathematischen mächtig ist, sich anführen, dass noch drei Episoden "fehlen". Nicht aber, wenn man weiß, dass der ursprüngliche Neunteiler aus dramaturgischen Gründen auf sechs Teile gekürzt wurden. Soll heißen: Das Epos, die Geschichte um den Aufstig des Anakin Skywalkers und der Fall des Darth Vader ist erzählt. Von vorne bis hinten, von Anfang bis Ende. Stichfest und schlüssig. Basta.

Gestern kaufte der Disney-Konzern die Star Wars Produktionsfirma Lucasfilm auf. Die Fangemeinde musste schwer schlucken, vor allem, als bekannt wurde, dass es konkrete Pläne für eine Episode 7 gäbe, auch Episode 8 und 9 seien geplant und sollen von 2015 an im Abstand von jeweils zwei Jahren in die Lichtspielhäuser dieser Welt kommen. Was darf man erwarten? Luke Skywalker im Lichtschwertduell mit Kater Karlo? Entenhausen statt Todesstern? Vielen Dank.
Natürlich mag man angeben, dass Disney grundsätzlich für Qualität stand, klar - wie gesagt: stand. Aber das ist sicher Geschmackssache.

Natürlich wissen Fans, dass das (erweiterte) Star Wars-Universum bereits ca. 3000 vor A New Hope begann und erst viele Jahre nach Return Of The Jedi endet - dennoch: Die Filme handeln von Anakin Skywalkers Kindheit bis hin zum Fall Dath Vaders: Was zum Henker soll da noch verfilmt werden?
Sicher ist auf jeden Fall eins: Jar Jar Binks und Konsorten bekommen von nun an sicher eine Vollzeitstelle.


Freitag, 12. Oktober 2012

Mal antesten: Amazon Prime.

Nun habe ich mir also ein Amazon-Konto zugelegt. Bisher nutzte ich eher lokale Händler oder ließ mir Amazon-Bestellungen woanders hinschicken. In Anbetracht der Tatsache, dass ich nun aber ein großer Fan von Musik und Literatur bin, habe ich mich entschlossen, mir ein Amazonkonto zuzulegen.
Amazon bietet derzeit Neukunden die Möglichkeit, einen Monat gratis Amazon Prime zu testen. Warum also nicht? Noch shcnell die AGBs gelesen (um zu schauen, ob ich im Zweifelsfall selbst kündigen muss oder ob es automatisch endet) und fertig ist der Lack.
Scheint mir eigentlich eine ganz gute Sache, dieses Amazon Prime: Für eine Jahresgebühr von 29,-€ kann man sich ohne Mindestbestellwert versandkostenfrei was zuschicken lassen. Okay, Bücher sind ohnehin versandkostenfrei und ab 20,-€ Einkaufswert zahlt man auch keine Versandkosten. Dennoch, so habe ich die Möglichkeit, mir auch mal eine einzelne CD senden zu lassen ohne verzweifelt zu schauen, wie ich die 20,-€ zusammen bekomme. Ganz gut für das kleine Portemonaie. Darüber hinaus habe ich ja, wie es scheint, eine garantierte Zustellung am nächsten Tag (sofern der Artikel auf Lager ist).
Ich denke, die Nummer geht in Ordnung. Nun denn, einfach mal einen Monat lang testen, dann kann man immer noch weitersehen...


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