Tausend Sachen passieren jeden Tag ohne mich und meinen Applaus.
»Die Hände sind gefaltet, die Betten sind gemacht,
und so stürzt man sich hinein in eine rattenkalte Nacht.«
(Muff Potter, "Auf der Bordstainkante (nachts um halb eins)")
Schlussstriche sind da, um gezogen zu werden. Rechnungen haben ihre Existenzberechtigung in der Begleichung ihrer selbst. Ich bin niemandem etwas schuldig; ein Anfang kann nur dort beginnen, wo zuvor etwas endete.
Ich habe die Wände meines Schneckenhauses poliert, nur um unzufriedener als zuvor zu sein. Also riss ich die Wände ab, in der steten stillen Hoffnung, dass nichts aus diesen Ruinen auferstehen wird. Ich ließ dieses Schneckenhaus leere Muschelhülle sein, packte meine Sachen und zog um. Nebenan gibt es ein schöneres Schneckenhaus. Die Zimmer sind angenehm dunkel und es steht kein Name am Klingelschild. Doch jene, die mich suchen, werden, dürfen und sollen mich trotz alledem finden.
Hier ist Schluss. An dieser Stelle, in diesem Moment. Aber es geht weiter (es muss ja immer weiter gehen). Im Schneckenhaus. Doch ich muss mich erstmal einleben.
Ihr wisst, wo ihr mich findet.
und so stürzt man sich hinein in eine rattenkalte Nacht.«
(Muff Potter, "Auf der Bordstainkante (nachts um halb eins)")
Schlussstriche sind da, um gezogen zu werden. Rechnungen haben ihre Existenzberechtigung in der Begleichung ihrer selbst. Ich bin niemandem etwas schuldig; ein Anfang kann nur dort beginnen, wo zuvor etwas endete.
Ich habe die Wände meines Schneckenhauses poliert, nur um unzufriedener als zuvor zu sein. Also riss ich die Wände ab, in der steten stillen Hoffnung, dass nichts aus diesen Ruinen auferstehen wird. Ich ließ dieses Schneckenhaus leere Muschelhülle sein, packte meine Sachen und zog um. Nebenan gibt es ein schöneres Schneckenhaus. Die Zimmer sind angenehm dunkel und es steht kein Name am Klingelschild. Doch jene, die mich suchen, werden, dürfen und sollen mich trotz alledem finden.
Hier ist Schluss. An dieser Stelle, in diesem Moment. Aber es geht weiter (es muss ja immer weiter gehen). Im Schneckenhaus. Doch ich muss mich erstmal einleben.
Ihr wisst, wo ihr mich findet.
Beko - 6. Jul, 15:38 - in Rubrik:
Eine Meinung! - Bild Dir Deine Meinung! - 1295x gelesen
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"